Omaha Poker-Regeln

Wie Omaha Poker gespielt wird

Häufig wird Omaha Poker mit Texas Hold’em verglichen, weil die Struktur der Spiele sehr ähnlich ist: Es gibt Handkarten, einen Flop, Turn und River mit den gleichen Setzrunden. Allerdings wird Omaha Poker mit 4 Handkarten und nicht mit den zwei verdeckten Karten wie Texas Hold’em gespielt. Ein Spieler muss nun versuchen, aus den 9 verfügbaren Karten die beste Pokerhand mit 5 Karten zusammenzustellen, jedoch MÜSSEN bei dieser Variante des Spiels genau zwei Handkarten genutzt werden, nicht mehr und nicht weniger.

Da eine Starthand bei Omaha Poker deutlich mehr mögliche Kombinationen bietet, ist die Strategie bei Omaha Poker häufig völlig anders als bei Texas Hold’em. Unvollständige Handkarten haben einen hohen Wert, es ist nicht ungewöhnlich, dass ein unvollständiges Blatt Favorit gegenüber einem Drilling ist.

Lass dich davon aber nicht einschüchtern: Es kann zwar etwas dauern, bis du diese Variante beherrscht, aber dennoch kann sich Omaha Poker extrem lohnen. Nachdem wesentlich mehr Spieler einen Flop sehen und jenen Spielern deutlich mehr Kombinationen offenstehen, ist dies eindeutig das Spiel, an dem du teilnehmen musst, wenn du hohe Gewinne erzielen möchtest!

So spielst du Omaha Poker: Detaillierte Anleitung

Erlerne das Spiel:

In diesen Anleitungen erläutern wir dir alles Nötige, damit du dich an den Tischen rundum wohl fühlen kannst. Wir haben sogar die schlauen Ratschläge von einigen erfahrenen und versierten Spielern eingeholt, deren Erfolge und Erfahrungen hier bei Ladbrokes Poker eine echte Bereicherung sind. Unsere Experten waren so großzügig, sich Zeit zu nehmen, euch einige ihrer Strategien, Hinweise und hilfreichen Tipps zu vermitteln.

Wenn du das, was du im Folgenden lernst, üben und dich ein wenig mehr mit dem Spiel anfreunden möchtest, findest du auf unserer Website eine große Auswahl an Pokertischen, an denen du kostenlos spielen kannst.

Die Blinds und der Button:

Zu Beginn jeder Omaha-Pokerhand gibt es zwei unveränderliche Faktoren: Den Button und die Blinds.

Beim Button handelt es sich um eine Scheibe, die vor einen Spieler gelegt wird und den Spieler kennzeichnet, der während dieser Runde der Dealer ist.

Bei den Blinds handelt es sich um Zwangseinsätze (so genannt, weil sie von den Spielern „blind“ gesetzt werden müssen, also bevor sie Karten erhalten), die von den beiden Spielern direkt links neben dem Button gesetzt werden müssen. Der erste Spieler setzt den Small Blind und der zweite Spieler den Big Blind. Der Small Blind beträgt in der Regel die Hälfte der Chips vom Big Blind. Nach jeder Hand rückt der Button um einen Platz nach links. Dasselbe gilt für die beiden Blinds.

Aktionen vor dem Flop:

Im Gegensatz zum Texas Hold'em Poker werden beim Omaha Poker an jeden Spieler 4 Karten ausgegeben. Nachdem ein Spieler seine Karten erhalten hat, steht er vor seiner ersten Entscheidung, nämlich ob er spielen möchte oder nicht. Ein Spieler muss einfach entscheiden, ob er mitspielt oder aussteigt, indem er, wenn er an der Reihe ist, beim aktuellen Einsatz mitgeht (oder sogar raist, also erhöht, wenn er möchte) oder aussteigt. Für die Setzrunde gilt eine feste Reihenfolge, beginnend mit dem ersten Spieler links vom Dealer im Uhrzeigersinn rund um den Tisch, bis alle Einsätze getätigt wurden.

Jeder Spieler hat die Wahl aus drei Optionen: Er kann passen (wird auch als „folden“ bezeichnet), mitgehen („callen“) oder erhöhen („raisen“).

Bei der Setzrunde vor dem Flop müssen sämtliche Spieler, die weiter im Spiel bleiben möchten, mindestens mit dem Big Blind-Einsatz mitgehen. Wenn ein anderer Spieler den Einsatz bereits geraist, also erhöht hat, müssen sie mindestens mit diesem Einsatz mitgehen, um im Spiel zu bleiben. Wenn ein Spieler an der Reihe ist, hat er immer die Option, auszusteigen (zu folden).

Wenn keine Erhöhung (Raise) erfolgt ist, bis der Spieler im Big Blind wieder an der Reihe ist, hat dieser Spieler immer noch die Möglichkeit, zu erhöhen. Sämtliches Geld, das von einem Spieler vor dem Geben von Karten in den Pot eingezahlt wurde, gilt als Teil seines Gesamteinsatzes. Wenn die Blinds also 1€ (SB) und 2€ (BB) betragen und es keinen Raise gibt, bis der Small Blind an der Reihe ist,muss der Spieler nur einen zusätzlichen Betrag von 1€ in den Pot einzahlen, um mit den 2€ mitzugehen, da er bereits 1€ bezahlt hat, bevor die Karten gegeben wurden.

Nachdem alle Einsätze getätigt wurden, werden die Flop-Karten gegeben.

Der Flop:

Der Flop besteht aus drei Karten, die offen in der Mitte des Tischs ausgelegt werden. Es handelt sich um Gemeinschaftskarten, d. h. sie dürfen von allen Spielern verwendet werden und können die Hand jedes Spielers ergänzen.

Es folgt jetzt eine Setzrunde, beginnend mit dem Spieler unmittelbar links neben dem Button und weiter um den Tisch im Uhrzeigersinn.

Auch hier hat wieder jeder Spieler die Möglichkeit, zu folden, zu checken, zu callen oder zu raisen.

Bei einem Check handelt es sich um eine Situation, bei der gegenwärtig kein Einsatz vorliegt, mit dem der Spieler gleichziehen müsste. Ein Spieler kann also entscheiden, weiter im Spiel zu bleiben, indem er checkt (schiebt). Anders ausgedrückt: er gibt an den nächsten Spieler weiter, ohne selbst einen Einsatz zu erbringen. Die Setzrunde geht wie oben beschrieben weiter, bis alle Einsätze erbracht wurden.

Anschließend wird die nächste Karte gegeben.

Der Turn:

Der sogenannte Turn ist die vierte Gemeinschaftskarte, die offen in die Mitte des Tischs gelegt wird und für alle verfügbar ist. Hieran schließt sich auf die gleiche Weise wie oben beschrieben eine Setzrunde an. Für die Spieler, die nach dem Setzen weiter im Spiel verbleiben, wird eine letzte Karte aufgedeckt.

Der River:

Der sogenannte River ist die letzte oder fünfte Gemeinschaftskarte, die aufgedeckt in die Mitte des Tischs gelegt wird und für alle verfügbar ist. Die Spieler können jetzt die maximal verfügbare Anzahl an Karten nutzen. Ziel ist es, die beste fünf Karten umfassende Pokerhand aus den neun verfügbaren Karten (den vier Handkarten und den fünf Gemeinschaftskarten) zusammenzustellen.

Jetzt folgt in gleicher Weise wie bei den vorherigen Runden die abschließende Setzrunde. Die Spieler, die nach Abschluss der Setzrunde noch im Spiel sind, erreichen den Showdown.

Der Showdown:

Nachdem alle Setzrunden abgeschlossen sind, zeigen die verbleibenden Spieler ihre Karten.

Wenn in der letzten Runde Einsätze erbracht wurden, zeigt der Spieler zuerst seine Karten, der die letzte positive Handlung vorgenommen hat (der letzte Spieler, der gesetzt, nicht gecallt, hat). Haben bei der letzten Runde alle beteiligten Spieler gecheckt, zeigt der Spieler unmittelbar links vom Button als erster seine Karten. Von ihm aus geht es dann im Uhrzeigersinn weiter.

Der Pot geht an den Spieler mit der besten Hand bestehend aus fünf Karten. Falls die Hände von mehreren Spielern gleichwertig sind, geht der Pot zu gleichen Teilen an diese Spieler.

Da nach den Regeln von Omaha Poker kein Unterschied zwischen den Kartenfarben gemacht wird, können geteilte Pots häufig vorkommen.

Im Gegensatz zu Texas Hold’em muss ein Spieler bei Omaha für seine Hand aus fünf Karten genau zwei seiner Handkarten verwenden, während bei Hold'em eine beliebige Kombination möglich ist.

Der Button rückt jetzt im Uhrzeigersinn zum nächsten Spieler weiter, und eine neue Hand beginnt.